Das IKI ist ein An-Institut der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

AKTUELLES

Neuerscheinung in der Schriftenreihe des IKI

Die Dissertation von Jenny Svensson, Die Kunst, Kultur (nicht nur) zu messen: Evaluation im Theater- und Kultubetrieb ist im LIT Verlag erschienen.

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HappyNewEars XII
Konzert zum Wahlabend

Musik, Lyrik, Hochrechnungen

24. September 2017, 19:00

Uebel & Gefährlich

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Kultur-Kommunikation
im Wettbewerb

Die Publikation zum Hamburger Preis für Kultur-Kommunikation Rudolf Stilcken ist im KMM-Verlag in Kooperation mit dem IKI erschienen.

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Musikwissenschaftliche Seminare Prof. Dr. R. Flender

Wintersemester 2015/2016

In Folge der Übernahme der Gesamtleitung des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der HfMT Hamburg, findet im WS 2015/2016 keine musikwissenschaftlichen Seminare und Vorlesungen von Reinhard Flender statt.

Sommersemester 2015

Music of the World III – Musik in einer globalisierten Welt

Musikwissenschaftliches Blockseminar in Kooperation mit Martina Kurth

 

Zurzeit werden durchschnittlich 300 Std. Videos pro Minute auf youtube hochgeladen, darunter ein hoher Prozentsatz von Musikvideos. 2015 feiert youtube seinen 10. Geburtstag, es ist das größte Musikarchiv der Welt, fast jeder Musikstil ist in Hunderten von Aufnahmen zugänglich.

Marshall McLuhan sprach schon 1962 vom „Global Village“: Seine These lautete, dass durch die technologische Weiterentwicklung von Massenmedien eine neue Form der Kommunikation entstünde, die derjenigen auf einem Dorf ähnelt, also einer Kommunikation mit flachen Hierarchien. Was bedeutet dies für die Produktion und Rezeption von Musik? Wie kann man sich heute in diesem riesigen Musikarchiv orientieren, in dem die Lebenszeit eines einzelnen Menschen nicht ausreichen würde, sich durch alle Videos durchzuhören? Man braucht dazu ganz neue Orientierungsparameter, um auf eine Reise durch die Musik der Welt zu begeben. Wie kann man gute Musik in diesem unüberschaubaren Haufen von Materialien finden? Hier wird das Seminar Hilfestellungen bieten. Dabei sollen europäische und außereuropäische Musikstile gleichermaßen zum Zuge kommen. Erst im Vergleich können wir etwas über die Eigenarten und Spezifika eines jeweiligen Musikstils sagen und diese Charakteristika enthalten auch Botschaften über die jeweilige Kultur, die diese Musik hervorgebracht hat. Um tiefer in die Beschaffenheit eines Musikstils hineinzuhören, müssen wir etwas über die Beziehung von Tradition und Innovation erfahren, denn diese Beziehung ist die Grundvoraussetzung für Qualität in der Musik.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können eigene bevorzugte und praktizierte Musikstile aus ihrer Region, aus ihrem Heimatland oder aus ihrer Wahlheimat vorstellen. Was sind die Spezifika diese Musiksprache? Was kann man über Denken, Handeln und Fühlen einer Kultur lernen, wenn man in diese Musik hineinhört?

 

Literatur: Daniel Siebert, Musik im Zeitalter der Globalisierung – Prozesse, Perspektiven, Stil, transcript Verlag, Bielefeld 2015.

 

Bachelor und Masterstudierende Schulmusik, Master-Studierende Instrumentalmusik

Credit Points: 2 mit schriftlichem Referat 3

Termin: Blockseminar Termine nach Vereinbarung

Ort: n.V.

Vorbesprechung: 16. 4. um 14:00 Uhr Dozentenzimmer 116 BP

 

America America – Klassik, Jazz und Rockmusik aus der Neuen Welt

Musikwissenschaftliches Seminar

 

Als Columbus 1492 Amerika entdeckte, war dies zunächst ein Akt der gewaltsamen Eroberung. Hunderttausende Ureinwohner dieses Kontinents starben und mussten den neuen Siedler Platz machen, die sich nun die fruchtbarsten Landstriche aneigneten. Es dauerte ein paar Jahrhunderte, bis sich hier wieder eine eigene Musikkultur entwickeln konnte. Zu unterscheiden sind die Musikkulturen Nord- und Südamerikas. Während sich im Norden die Vereinigten Staaten von Amerika zusammenschlossen, um die englischen Kolonialisten zu vertreiben, blieb Südamerika wesentlich länger unter der Oberherrschaft seiner Kolonialmächte Spanien und Portugal. Erst im 20. Jahrhundert erhielten die meisten Staaten Südamerikas ihre Unabhängigkeit, die dann aber meist von Militärregimen beherrscht wurden. Somit ist die Musikgeschichte des amerikanischen Kontinents zweigespalten: Nordamerika orientierte sich an der zentraleuropäischen Musikkultur während Südamerika unter dem Einfluss des Kulturexportes Südeuropas steht. In beiden Regionen ist aber die Musik der aus Afrika eingeschleppten Sklaven prägend. Gerade von dieser untersten Schicht geht ein spürbarer innovativer Impuls aus, der zu den verschiedensten Formen von Popularmusiken wie Ragtime, Blues, Jazz, Boogie Woogie, in Nordamerika sowie Samba, Bossa nova, bis zum Tango in Südamerika führte. Über die genaue Entstehungsgeschichte dieser Musiken vom 16. bis 19. Jahrhundert wissen wir wenig, da sie mündlich überliefert wurden, umso mehr können wir ihre Entwicklung seit ihrer Vermarktung im 20. Jahrhundert verfolgen.

 

Im späten 19. Jahrhundert erfasste dieser Impuls auch die sogenannte Kunstmusik. Charles Ives komponiert Ragtimes und in Südamerika greift Heitor Villa Lobos die multiethnische Folklore Brasiliens auf. In den1950er Jahren entsteht mit dem Rock n Roll eine Stilart des Rhythm & Blues, der mit dem ehemaligen Lastwagenfahrer Elvis Presleys einen internationalen Durchbruch erzielt. Als der Jazz in den 1920er Jahren seinen ersten Siegeszug durch Europa machte, wurde er zwiespältig aufgenommen und erst einmal von den beiden totalitären Systemen Nationalsozialismus und Kommunismus verboten. Erst die Jugend der Nachkriegszeit konnte unter dem Schutz der amerikanischen Truppen ungehindert diese neue Musikkultur genießen und die Folgen dieser Jugendkultur bedeutete eine wahre Kulturrevolution für Europa.

 

Literatur: R. Flender, Popmusik, Geschichte, Funktion, Wirkung und Ästhetik, wissenschaftliche Buchgesellschaft 1989.

 

Bachelor und Masterstudierende Schulmusik, Master-Studierende Instrumentalmusik mit guten Deutschkenntnissen

Credit Points: 2 mit schriftlichem Referat 3

Termin: Dienstags, 12:30 – 14:00 Uhr

Ort: Budge Palais, 201

Beginn: 12.4.2015

 

Berlioz: Nuits d‘été, Ravel: Tombeaux de Couperin, Strauss: Don Quixote

Atelier II zum Hochschulorchesterprojekt

 

Klangfarbe ist für den romantischen Komponisten das Fenster, um die Welt der Töne mit der äußeren Welt zu verbinden. Dies kann durch Klangmalerei geschehen, aber auch durch die Psychologisierung und Semantisierung des Klanggeschehens. Frank Böhme wird in die Instrumentations- und Orchestrationslehre von Hector Berlioz einführen und Jenny Svensson die literarischen Strömungen in Frankreich um Théophile Gautier, den Textdichter der Nuit d'été von Berlioz untersuchen. Fredrik Schwenk wird zu den Werken Analysen bereitstellen. Weitere Themen sind: Maurice Ravel und der Pariser Lebensstil des Fin de Siècle. Die Erweiterung des musikalischen Ausdrucksspektrums bei Richard Strauss in seiner symphonischen Dichtung Don Quixote und die Emanzipation der Klangfarbe in den Kompositionen von Berlioz, Strauss und Ravel.

Das Seminar kann im Rahmen des Wahlbereichs Studium Fundamentale oder

als musikwissenschaftliches Seminar oder als Projekt mit musikwissenschaftlicher/ musiktheoretischer Betreuung angerechnet werden.

 

Leistungsnachweis: bei Kurzreferat 2 CP oder bei schriftlicher Hausarbeit 3 CP

 

Termine:


Mi 22.04.15 10.00 bis 17.00 Uhr (BP U11)

Di 28.04.15 16:30 bis 18.00 (BP 201)

Mi 29.04.15 15:15 bis 17:00 (BP 201)


Do 30.04.15 15:15 bis 17:00 (Fanny-Hensel-Saal)


Konzerte: Sa 2.5 und So 3.5


Mo 04.05.15 10:00 bis 12:45 (BP 11) und 14:00 bis 17:00 (Hörsaal Campus Nord)

Do 07.05.15 10:00 bis 11:30 (105 blau, CampusNord) und 12:30 bis 17:00 (BP11)